Katharina & Patrick

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Fashionblog - Fotografie

Tatjana ist eine bekannte Fashionbloggerin aus Bonn und auch zufällig meine Nachbarin hier. Mit ihrem Blog ShopEatRead verkörpert sie für mich den Inbegriff der "Body-Positivity"-Bewegung und ich bewundere ihren Modestil ungemein.

Dass wir gemeinsam ein kleine Fotostrecke umsetzen, um neue coole Outfits (siehe hier) in Szene zu setzen, war für mich dann natürlich überhaupt keine Frage!

 

Allerdings unterscheidet sich ein Fashioshooting schon sehr von meiner üblichen Arbeit, bei der es mir sehr auf die Mimik, den Ausdruck und die Persönlichkeit meines Models ankommt. Hierbei ging es in erster Linie um materielle Dinge wie Shirts, Kleider und Accessoires. Daran musste ich mich immer wieder erinnern, damit kein klassisches Porträtshooting daraus wird.

Überraschenderweise wurden die Bilder dann aber gar nicht unpersönlich und modemäßig! Ich finde sie unglaublich sympathisch, authentisch und meinen Pinselstrich erkenne ich doch auch darin.

 

Mir hat das super viel Spaß gemacht und das werde ich nun auch viel öfter machen, ich wusste gar nicht, das mir das so wahnsinnig gut gefällt! Ich kann meine zwei Lieblingssachen verbinden: Details auf Fotos und Persönlichkeiten ablichten!

 

Wenn ihr übrigens mehr von Tatjana und ihren Modetips sehen möchtet, dann schaut doch mal vorbei:

 

Homepage: www.shopeatread.de

Instagram: @shopeatread


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Über meinen Erfolg

Jeder bekommt mal gemeine Nachrichten und wenn Menschen enttäuscht sind, schreiben sie unüberlegte, hässliche Dinge. So auch in diesem Fall, als ich nach einer Absage für ein TfP-Shooting eine nicht ganz so nette Nachricht erhalten hatte. Unter anderem fiel folgender Satz:

 

„mach dich mal nicht so wichtig. wer bist du, dass du dir aussuchen kannst, wen du shootest. so erfolgreich bist du auch nicht.“

 

Natürlich sollten einem solche Nachrichten egal sein, aber erstens möchte ich der/dem Verfasser/in die 5 Minuten Ruhm gönnen und zweitens hat sich mir auch die Frage gestellt:

 

Bin ich vielleicht eben doch erfolgreich in dem, was ich mache?

 

Um es vorweg zu nehmen und die Spannung im Vorfeld zu vernichten: JA! Jajajaaaaa!

 

Ich bezeichne mich als glücklich und vor allem erfolgreich. Warum?

 

Erfolg bedeutet für mich nicht unbedingt, in Geld zu schwimmen und den Bekanntheitsgrad von Donald Trump zu haben. Erfolg definiere ich über die kleineren, immateriellen Dinge. Okay, sie sind nicht klein, nicht für mich, aber haben wenig mit dem „klassischen“ Erfolg zu tun.

 

Erfolg bedeutet für mich, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

 

Ich kann mein Leben so gestalten wie ich es will. Ich bin unabhängig, frei und kann Entscheidungen alleine fällen. Ich kann Aufträge ablehnen, die ich nicht machen möchte, ich kann selbst festlegen, wen ich in meinem Leben haben möchte und wem ich den Zutritt verwehre. Mir kann es ohne schlechtes Gewissen egal sein, was man über mich denkt, weil ich zu 100% hinter meinen Entscheidungen stehen kann und diese entschlossen und von Herzen kommen. Und wenn ich für mich bestimme, dass ich dich nicht fotografiere, dann ist das so.

 

Auch bedeutet Erfolg für mich, jeden Tag wieder fasziniert von meinem Leben zu sein. Natürlich gibt es Tage, da möchte ich mich verkriechen, Kuchen futtern und mich selbst bemitleiden. Aber immer öfter passiert es mir, dass ich mich dabei ertappe, wie ich einfach nur dasitze und staune. Ich habe alles, was ich mir je erträumt hatte. Einen tollen Mann, eine kleine eigene Familie, ein Dach über dem Kopf, einen Job und die Chance, mein eigenes Unternehmen zu gründen. Das ist doch einfach Wahnsinn. Und nein, ich hatte definitiv nicht immer nur pures Glück. Mit meinem Mann hatte ich Glück, für alles andere musste ich hart arbeiten. Nicht jedem kann immer alles in den Schoß fallen. Aber mit Disziplin und immer wieder neu gesteckten Zielen kann man alles schaffen. Davon bin ich überzeugt. Darauf bin ich stolz und darum halte ich mich für erfolgreich.

 

Erfolg ist für mich auch, mir treu zu bleiben. Es mag für meine Mitmenschen nicht immer leicht sein, aber man kann sich darauf verlassen, dass ich selten auch nur einen Millimeter von meiner Meinung abweiche und so ehrlich wie nur möglich bin. Wenn ich dich nicht mag, mag ich dich nicht. Punkt. Wenn ich Sailor Moon immer noch super finde, dann ist das so, auch wenn du lauthals lachst. Ich finde es großartig, die Möglichkeit zu haben, ich selbst zu sein.

 

Erfolg ist, die kleinen Dinge wertschätzen zu können. Ich brauche keine 5.000-Euro-Kamera, kein krasses Auto oder 20.000 Likes auf Facebook. Wenn du nur erfolgreich bist, wenn du das vorweisen kannst, dann mache ich tatsächlich etwas falsch, da lasse ich mich gern belehren. Ich sehe das aber anders. Ihr wisst gar nicht, wie sehr ich mich freue, wenn das Bild auch nur 1 Like bekommt. Da steckt ein Mensch dahinter, der sich das angeguckt hat und auf den Daumen geklickt hat. Ja, das ist nur ein Klick und dauert im Endeffekt nur 2 Sekunden, aber selbst diese 2 Sekunden hat ein anderer Mensch für dich hergegeben. Das ist doch unglaublich! Ich finde das wirklich und ehrlich toll! Ich liebe es auch, Dinge zu finden, die vielleicht untergehen im Trubel. Ein abgerissenes Blumenköpfchen auf dem OBI-Parkplatz, eine kleine Fruchtfliege, die sich über die Banane hermacht, das Taubenpärchen im Garten, das gar nicht genug voneinander bekommen kann und sich mit lautem Gurren bezirzt. Ich habe die Möglichkeit, mir für all die kleinen Dinge Zeit zu nehmen und das macht mich erfolgreich.

 

Klar besteht mein Erfolg auch in dem Vertrauen, das mir Brautpaare bei ihrer Hochzeit schenken oder ausgebuchten Wochenenden. Auch eine Nachricht, dass man sich nicht entscheiden kann und daher die doppelte Anzahl an Bildern bestellen möchte, ist Erfolg für mich. Wenn es aber nur darum geht, dann tut es mir leid. Das ist einfach nur traurig.

 

 

Also liebe/r Nachrichtenverfasser/in: ich hoffe, du verstehst, dass ich mich sehr wohl echt wichtigmachen kann und mir sehr wohl aussuchen kann, mit wem ich arbeite. Dafür bin ich erfolgreich genug ;-).

 

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Magnolien und Kirschblüten

Fotograf | Landshut, Essenbach, Bonn

 

 

Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;


Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.


Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.

 

Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab' ich vernommen!

 

- Eduard Mörike -


Ihr wollt den direkten Vergleich sehen? Dann ab dafür :-)!


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Studioshooting mit Larissa

Es gibt sie, diese Tage, an denen man einfach nicht viel sagen will. An denen man einfach nur die Stille um sich haben möchte. Nachdenken, Inspiration finden, Ruhe bewahren. Und genau dann kommen neue Ideen. Wie wundervoll, dass Larissa für mich Zeit hatte und wir einen Haufen neue Projekte umsetzen konnten.








Mehr von Larissa gibts hier :-)!



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I don't eat my friends

Kennt ihr die Tierschutzstiftung Hof Butenland und ihr tolles Kuhaltersheim schon?

 

Der heutige Artikel hat relativ wenig mit Fotografie zu tun, aber dennoch geht es um ein wichtiges Thema, das mir unglaublich am Herzen liegt. Und weil man eine Reichweite auch sinnvoll nutzen kann, Menschen erreichen und bewegen kann, zeig ich euch heute was ganz Großartiges!

 

Wer mich kennt, weiß, dass ich ein absoluter Tierfreund bin. Ob es eine Fruchtfliege ist, ein Mäuschen oder ein Schwein, ich liebe alles, was kreucht und fleucht. Bei mir hat alles eine Daseinsberechtigung und kein Lebewesen ist weniger wert als ein anderes.

 

Jedes Tier ist ein Individuum, das ein breites Spektrum an Emotionen und Verhaltensweisen aufweist. Einigen Tieren wird diese EIgenschaft aberkannt. Es ist doch "nur" ein Schwein oder "nur" eine Kuh. Die Leiden und Qualen dieser "Nutztiere" wollen von der Gesellschaft nicht gesehen werden. Deren Schreie wollen nicht gehört und deren physische und psychische Bedürfnisse wollen ignoriert werden.

 

Vor einiger Zeit bin ich auf Hof Butenland gestoßen. Das Kuhaltersheim bietet einer nicht unerheblichen Anzahl an Kühen (und anderen Tierchen) ein Zuhause, einen Rückzugsort und ein Stück Familie. Die Arbeit der Pfleger dort ist wahnsinnig beeindruckend und man spürt richtig, wieviel Herzblut in dem Projekt steckt.

 

 

Auf ihrer Homepage liest man folgenden Absatz, der mir besonders gut gefällt:

 

"Hof Butenland steht für die Neue Kuhltur und damit für eine neue Mensch-Tier-Beziehung, für ein Verhältnis zum nichtmenschlichen Tier auf Augenhöhe, das von Respekt und Empathie geprägt ist. Freilich müssen wir nicht jedes Tier lieben, um sein Leben wertzuschätzen, aber wir müssen sein Recht auf Leben respektieren und dürfen uns nicht von egoistischen Motiven leiten lassen. Das fängt bei der Nahrungsmittelproduktion und -konsumption an, führt über qualvolle und unsinnige Tierversuche bis hin zu Bekleidung, Unterhaltung (Zoo, Zirkus) und falsch verstandener Liebe, wenn Tiere als Kind- oder Partnerersatz missbraucht werden.

 

Tiere sind keine Maschinen, sie sind nicht für die Befriedigung unserer Bedürfnisse auf dieser Welt, und sie gehören uns nicht. Wir treten daher für einen Lebensstil ein, der sich ethischer Veganismus nennt. Er geht über die Ernährung hinaus und umfasst alle Aspekte des Lebens und des menschlichen und tierlichen Miteinanders. Nur wenn wir andere Tiere als Individuen betrachten und respektieren, können wir wirklich erfahren, wer sie sind. Auf Hof Butenland leben inzwischen rund hundert Tiere unterschiedlicher Spezies, die meisten davon ehemalige Nutztiere, die dem Schlachter, dem Hunger- oder Kältetod oder der Verwahrlosung entkommen sind und nun bei uns ein so weit möglich freies und selbstbestimmtes Leben führen können."

 

Als vorgezogenes Geburtstagsgeschenk hab ich mir selbst ein für mich passendes Geschenk gemacht: nun bin ich also auch endlich Kuhpatin geworden von der lieben Mieke! Für einen kleinen Jahresbeitrag kann man ein tolles Projekt unterstützen und hilft, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen.


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